§. 5. Einfluß der Getreidepreiſe auf die Landrente.
Wir kommen nun zu dem Punkte, von wo die Unterſuchungen des Verfaſſers eigentlich begonnen haben.
Er fuͤhlte, durch eine innere Nothwendigkeit getrieben, das Beduͤrfniß, uͤber den Einfluß der Getreidepreiſe auf den Landbau und uͤber die Geſetze, wodurch der Getreidepreis regulirt wird, zur klaren Anſicht zu gelangen.
Zur Loͤſung dieſer Aufgabe war eine genaue aus der Wirklichkeit ſelbſt geſchoͤpfte Berechnung, uͤber die mit dem Landbau und mit jedem einzelnen Zweige deſſelben verknuͤpften Koſten, unentbehrlich.
Dem Verfaſſer lagen zu dieſem Zwecke, die von ihm ſelbſt gefuͤhrten, ſehr ins Einzelne gehenden Rechnungen des Guts T. vor.
In dem Arbeitsjournal dieſes Guts wird jede auf dem ganzen Gute geſchehene Arbeit verzeichnet, und dies Journal wird am Ende des Jahrs in eine Ueberſicht zu- ſammengetragen, woraus ſich dann ergibt, wie viele Men- ſchen zum Hoken, Maͤhen u. ſ. w. erforderlich waren, und wie groß das Arbeitsquantum eines Arbeiters, eines Ge- ſpanns Pferde u. ſ. w. geweſen iſt.
Die Geld- und Kornrechnung, verbunden mit der Arbeitsrechnung, liefern die Data zu der Berechnung der Koſten der arbeitenden Kraͤfte, z. B. der Koſten einer Tageloͤhnerfamilie, eines Geſpanns Pferde, eines Wechſelhakens u. ſ. w.
Aus der Quantitaͤt Arbeit, die die Beſtellung eines Feldes und die Einerntung einer Frucht erfordert, und aus den Koſten der Arbeiten ergeben ſich dann die Produktionskoſten dieſer Frucht; und endlich geht aus dem Rohertrage nach Abzug der Produktionskoſten, der reine Ueber- ſchuß, den der Anbau der Frucht liefert, hervor.
Eine ſolche Berechnung des Reinertrags jeder einzelnen Frucht, der Hollaͤnderei, der Schaͤferei und jedes einzelnen Zweigs der Wirthſchaft, habe ich von dem Gute T. fuͤr die 5 Jahre von 1810 bis 1815 durchgefuͤhrt — und dieſe ſpecielle Berechnung hat mit der Summe des Reinertrags eine Uebereinſtimmung bis auf 29,8 Thaler gegeben.
Die Reſultate dieſer Rechnung ſind nun die Grundlage fuͤr alle in dieſer Schrift weiterhin vorkommenden Berechnungen und Folgerungen.
Indem wir nun aber von den Erfahrungen, die ein einzelnes Gut in einem beſtimmten Zeitraum geliefert hat, ausgehen, wird die eigentliche Aufgabe fuͤr unſere naͤchſten Unterſuchungen folgende: wie muß ſich die Landrente und die Bewirth- ſchaftungsart des Guts T. aͤndern, wenn wir ſtuffenweiſe immer niedrigere Kornpreiſe annehmen.
Der iſolirte Staat iſt bei dieſer ganz auf der Wirklichkeit beruhenden Unterſuchung nur eine bildliche Dar- ſtellung, eine Form die den Ueberblick erleichtert und erweitert 1; die wir aber nicht aufgeben duͤrfen, weil ſie, wie die Folge ergeben wird, ſo reich an Reſultaten iſt.
In dem iſolirten Staat nehmen die Kornpreiſe immer mehr ab, je weiter ein Gut von der Stadt entfernt liegt. Wenn wir nun fuͤr das Gut T. berechnen, wie immer mehr verminderte Preiſe auf die Bewirthſchaftungsart des Guts einwirken muͤſſen: ſo koͤnnen wir fuͤr jeden angenommenen Preis in dem iſolirten Staat einen Standpunkt nachweiſen, wo derſelbe Preis ſtatt findet. Wir koͤnnen uns dann das Gut nach dieſer Gegend verſetzt denken, und wir erhalten dadurch eine bildliche Vorſtellung, gleichſam eine Charte der Veraͤnderungen, die das Gut durch die verminderten Kornpreiſe erlitten hat.
Die Arbeiten, welche mit der Produktion des Getreides verbunden ſind, zerfallen in 2 Klaſſen:
- 1) in ſolche, die ſich nach der Groͤße des Feldes richten;
- 2) in ſolche, die mit der Groͤße der Ernte im Verhaͤltniß ſtehen.
Zur erſten Klaſſe gehoͤren: das Pfluͤgen, Hoken, Eggen, Saͤen, Grabenaufraͤumen u. ſ. w.; denn fuͤr einen und denſelben Boden bleiben dieſe Arbeiten gleich, das Feld mag reiche oder kuͤmmerliche Ernten tragen. Die Groͤße dieſer Arbeiten wird durch die phyſiſche Beſchaffenheit des Bodens bedingt, nicht durch den Ertrag. Ich nenne dieſe Arbeiten, Beſtellungsarbeiten, und die Koſten derſelben, Beſtellungskoſten.
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In die zweite Klaſſe kommen: das Einfahren des Korns, das Dungfahren, das Dreſchen u. m. a. Das Einfahren und Dreſchen richtet ſich augenſcheinlich nach der Groͤße der Ernte, aber dies iſt nicht minder bei den Dungfuhren der Fall; denn der Boden wird im Verhaͤltniß der Groͤße der Ernten erſchoͤpft und bedarf in dem Maße, wie die Ausſaugung groͤßer wird, auch einen groͤ- ßern Dungerſatz. Die Koſten dieſer Arbeiten faſſe ich unter der gemeinſchaftlichen Benennung, der Erntekoſten, zuſammen.
Fuͤr einen und denſelben Boden haͤngt der groͤßere oder geringere Kornertrag — wenn die Wirthſchaft und alle andere einwirkende Potenzen dieſelben bleiben — allein von dem Reichthum des Bodens an Pflanzennahrung ab 3.
Da nun die Beſtellungskoſten immer gleich bleiben, die Erntekoſten aber mit dem Kornertrage im direkten Verhaͤltniſſe zu oder abnehmen, ſo ſind wir, wenn dieſe beiden Klaſſen von Ausgaben genau und ſcharf geſchieden ſind, dadurch in den Stand geſetzt, den Geldertrag eines Guts fuͤr alle Grade der Fruchtbarkeit des Bodens zu berechnen.
Die aus den auf dem Gute T. gemachten Erfahrungen entnommenen Daten, angewandt auf einen Ger- ſtenboden erſter Klaſſe, und auf die Mecklenburgiſche ſiebenſchlaͤgige Koppel-Wirthſchaft mit der Fruchtfolge:
- 1) Brache,
- 2) Rocken,
- 3) Gerſte,
- 4) Hafer,
- 5) Weide,
- 6) Weide,
- 7) Weide,
geben uns nun die nachſtehenden Reſultate.
Eine Ackerflaͤche von 100000 Mecklenburgiſchen Quadratruthen 4 gibt, wenn der Kornertrag 10 Berliner Scheffel Rocken auf 100 □R. iſt 5, und der Werth des 6 Rockens auf dem Gute ſelbſt — alſo nach Abzug der Transportkoſten — 1,291 Thaler Gold fuͤr den Berliner Scheffel betraͤgt, einen Rohertrag von 5074 Thlr. Gold.
Die Ausgaben betragen:
- 1) Der Werth der Ausſaat von den drei Halmfruͤchten und dem Klee 626 » »
- 2) Beſtellungskoſten 873 » »
- 3) Erntekoſten 765 » »
- 4) Allgemeine Kulturkoſten, die ſich auf keinen einzelnen Zweig der Wirthſchaft repartiren laſſen, naͤmlich: a) Adminiſtrationskoſten; b) Unterhaltungskoſten der Gebaͤude; c) Zinſen vom Werth der Gebaͤude, Einzaͤunungen u. ſ. w. beim Zinsfuß von 5 prct.; d) Beitraͤge zu dem Brand- und Hagelaſſekuranz-Kompagnien; e) Abgaben an Prediger und Schullehrer; f) Zinſen des Betriebskapitals; (die Zinſen vom Werth des Inventarii ſind repartirt); g) Unterſtuͤtzung der Armen auf dem Gute; h) Unterhaltung des Nachtwaͤchters; i) Unterhaltungskoſten der Wege und Bruͤcken, der Hauptabtheilungs- und Graͤnzgraͤben; k) Vermiſchte Ausgaben, die das Ganze der Wirth- ſchaft betreffen.
Dieſe allgemeinen Kulturkoſten betragen zuſammen 1350 Thlr. oder 26,6 prct. vom Rohertrage, mit welchem dieſe Ausgaben zwar nicht ganz genau, aber doch am mehrſten im Verhaͤltniß ſtehen.
Die Summe dieſer vier Ausgaben betraͤgt 3614 » dieſe vom Rohertrage 5074 Thlr. abgezogen, bleibt der voͤllig reine Ertrag des Bodens, oder die Landrente 1460 »
Wir muͤſſen die Gutseinkuͤnfte von dem Bodenertrage, oder der Landrente, genau unterſcheiden. Ein Gut iſt ſtets mit Gebaͤuden, Einzaͤunungen und andern Gegen- ſtaͤnden von Werth, die vom Boden getrennt werden koͤnnen, verſehn. Die Einkuͤnfte, die ein Gut gewaͤhrt, ent- ſpringen alſo nicht ganz aus dem Grund und Boden, ſondern ſind zum Theil nur Zinſen des in dieſen Werthsgegenſtaͤnden ſteckenden Kapitals. Was nach Abzug dieſer Zinſen von den Gutseinkuͤnften noch uͤbrig bleibt, gehoͤrt dem Grund und Boden an, und wird Landrente genannt.
Noch muß ich darauf aufmerkſam machen, daß unter den eben genannten, mit dem Landbau verbundenen Ausgaben, keine Abgaben an den Staat aufgefuͤhrt und auch nicht darunter begriffen ſind. Der Zweck unſerer Unterſuchung fordert naͤmlich, daß wir den iſolirten Staat im allgemeinen und den Landbau deſſelben insbeſondere zuerſt unter der Bedingung betrachten, daß gar keine Abgaben an den Staat ſtatt finden. Was wir Landrente nennen, iſt alſo der reine Geldertrag des Bodens, von dem noch keine Abgabe entnommen iſt.
Nach den obigen Saͤtzen koͤnnen wir nun auch die Landrente deſſelben Bodens, der wegen minderen Reichthums an Pflanzennahrung auf einer niedrigern Stuffe der Fruchtbarkeit ſteht, berechnen.
Es ſey z. B. der Koͤrnerertrag des Rockens = 8 Schfl. Der Ertrag des Rockens iſt zugleich der Maßſtab fuͤr das Gedeihen der beiden nachfolgenden Halmfruͤchte und der Ergiebigkeit der Weide, und ſteht dadurch im direkten Verhaͤltniſſe mit dem geſammten Rohertrage.
Fuͤr 10 Koͤrner war der Rohertrag 5074 Thlr.; fuͤr
- 8 Koͤrner alſo 8/10 × 5074 = 4059 Thlr.
- Die Ausſaat bleibt unveraͤndert = 626 Thlr.
- Die Beſtellungskoſten bleiben = 873 »
- Die Erntekoſten richten ſich nach dem Ertrag und betragen 8/10 × 765 = 612 »
- Die allgemeinen Kulturkoſten ſtehen im Verhaͤltniß mit dem Rohertrage und ſind demnach = 8/10 × 1350 = 1080 » Summe der Koſten — 3191 » Die Landrente betraͤgt 868 Thlr.
Dieſe Berechnungen, wo das Geld zum Maßſtab dient, koͤnnen aber nur fuͤr einen Standpunkt und fuͤr einen gewiſſen Getreidepreis — hier 1,291 Thlr. fuͤr den Scheffel — zutreffend ſeyn, und das Reſultat aͤndert ſich mit der leiſeſten Aenderung des Getreidepreiſes. Da nun aber in unſerm iſolirten Staat der Rocken in den ver- ſchiedenen Kreiſen einen ſo ſehr verſchiedenen Geldpreis hat: ſo muͤſſen wir, um allgemeine Formeln zu entwerfen, den Rocken ſelbſt zum Maßſtab nehmen, in ſo weit, als Ausgabe und Einnahme damit im Verhaͤltniß ſtehen und ſich dadurch meſſen laſſen.
Der Rohertrag einer reinen ſiebenſchlaͤgigen Koppelwirth- ſchaft, wie wir ſie eben angenommen haben, beſteht theils aus Getreide, theils aus Produkten der Viehzucht. Die außer dem Rocken noch erzeugten Getreidearten, Gerſte und Hafer koͤnnen nach Verhaͤltniß ihres innern Werths und ihrer Nahrhaftigkeit auf Rocken reduzirt werden, und ſomit laͤßt ſich die ganze Getreideernte in Scheffeln Rocken ausdruͤcken.
Im Preisverhaͤltniß zwiſchen dem Rocken und den animaliſchen Produkten — Fleiſch, Butter, Wolle u. ſ. w. — laſſen ſich zwei verſchiedene Faͤlle denken:
- 1) In ſo fern das Fleiſch durch ſeine groͤßere Nahrhaftigkeit eine groͤßere Quantitaͤt Brot erſetzt, wird zwiſchen Fleiſch und Brot ein feſtſtehendes Preisverhaͤltniß ſtatt finden.
- 2) In ſo fern die Erzeugung der animaliſchen Produkte im Verhaͤltniß zu der Kornproduktion mehr oder minder koſtbar iſt, werden auch die animaliſchen Produkte zu einem hoͤhern oder niedrigern Preiſe, im Verhaͤltniß gegen den Getreidepreis zu Markt gebracht werden koͤnnen.
Wir legen bei unſerer Unterſuchung den erſten Fall zum Grunde, und nehmen an: daß der Preis der animaliſchen Produkte an jedem Orte des Staats mit dem Getreidepreis in demſelben Verhaͤltniß ſtehe.
Demnach kann auch der Werth der animaliſchen Produkte, die der Landbau liefert, in Schfl. Rocken ausgedruͤckt, und ſomit der Rohertrag ganz in Rocken angegeben werden.
Ob nun aber dieſe Annahme fuͤr unſern iſolirten Staat die richtige iſt, oder nicht, wird aus der Folge die- ſer Unterſuchung hervorgehen.
Unter den verſchiedenen Ausgaben beim Landbau be- ſteht die Ausſaat faſt ganz aus Getreide, und braucht nur ihrem wirklichen Betrage nach auf Rocken reduzirt zu werden.
Von den Beſtellungs-, Ernte- und allgemeinen Kulturkoſten beſteht ein Theil gradezu aus Korn, z. B. Dre- ſcherlohn, Speiſung des Geſindes, Futter fuͤr die Pferde u. m. a. Ein zweiter Theil wird durch Korn und Geld zuſammen bezahlt. So richten ſich z. B. der Tageloyn des gewoͤhnlichen Arbeiters und die Arbeitspreiſe der Handwerker, nicht ganz und gar nach dem Kornpreiſe; aber ſie ſind theurer in der Gegend, wo der Mittelpreis des Korns hoch iſt, wohlfeiler, wo dieſer niedrig iſt. Dieſe Ausgaben muͤſſen alſo durch Rocken und Geld zugleich, und zwar in dem Maße, als jedes in dem Preiſe der Arbeit enthalten iſt, ausgedruͤckt werden. Der dritte und letzte Theil dieſer Ausgaben iſt von dem Getreidepreiſe ganz und gar unabhaͤngig, z. B. Salz und alle Metalle; denn wenn dieſe auch an dem Orte, wo ſie gewonnen und verarbeitet werden, mit dem Getreidepreiſe der Gegend in einer gewiſſen Verbindung ſtehen: ſo gibt doch der Rockenwerth derjenigen Gegend, wo ſie verbraucht werden, gar keinen Maßſtab ihres Preiſes ab; ja ſie koͤnnen ſogar in den Laͤndern, wo das Getreide am wohlfeilſten iſt, am theuerſten ſeyn, wenn ſie naͤmlich aus weiter Ferne dahin gebracht werden muͤſſen. Dieſer Theil der Ausgaben muß alſo in Geld ausgedruͤckt bleiben.
Welcher Antheil der ganzen Ausgabe nun durch Geld und wie viel davon durch Korn zu bezahlen und auszudruͤcken ſey — dies muß nothwendig fuͤr jedes Land, ja fuͤr jede Provinz verſchieden ſeyn. Je mehr ein Staat ſeine Beduͤrfniſſe ſelbſt erzeugt, je mehr, durch eine gleichmaͤßige Verbreitung der Fabriken und des Bergbaues uͤber das ganze Land, die Transportkoſten beim Umtauſch der Waaren vermindert werden, um ſo mehr wird der Rocken Maßſtab des Werths der Dinge ſeyn, und ein um ſo groͤßerer Theil der den Landbau treffenden Ausgaben kann in Rocken ausgedruͤckt werden. Je aͤrmer dagegen ein Land an Fabriken iſt, je mehr das Land ſeine Beduͤrfniſſe durch Umtauſch von Waaren und durch den Handel aus weiter Ferne erhaͤlt, je entfernter alſo Kon- ſumenten und Produzenten von einander wohnen, um ſo groͤßer wird der Antheil ſeyn, der von obigen Ausgaben in Geld ausgedruͤckt werden muß.
So verſchieden nun auch fuͤr verſchiedene Stand punkte, dieſes Verhaͤltniß in Zahlen ausgeſprochen, erſcheinen muß, ſo gewiß iſt es doch, daß ein ſolches Verhaͤltniß uͤberhaupt an jedem Orte ſtatt findet, daß es z. B. kein einziges Land gibt, wo dieſe Ausgaben ganz in Geld, kein einziges, wo ſie ganz in Korn angegeben werden duͤrfen. Von jedem andern Standpunkt aus, wird man die Rechnung mit andern Zahlen beginnen; aber die Methode bei der Entwickelung der Reſultate aus dieſem Verhaͤltniß wird uͤberall dieſelbe ſeyn.
Wir nehmen bei unſern fernern Berechnungen einen Standpunkt an, wo von den genannten Ausgaben ¼ in Geld und ¾ in Korn angegeben werden muß.
Die oben gegebene Berechnung des Ertrags von 100000 □R. Ackerland erhaͤlt dann folgende Geſtalt:
Der Rohertrag war bei dem Ertrage von 10 Koͤrnern — 5074 Thlr. Dieſer Geldwerth des rohen Ertrags findet ſtatt, wenn der Schfl. Rocken auf dem Gute den Werth von 1,291 Thlr. hat.
In Rocken ausgedruͤckt iſt alſo der rohe Ertrag = = 3930 Schfl. Rocken.
Der Werth der Ausſaat betraͤgt 626 Thaler, oder = 485 Schfl. Rocken.
- Die Beſtellungskoſten betragen 873 Thlr.;
- hievon ¼ in Geld 218 »
- in Korn muß angegeben werden 655 Thlr.;
- 655 Thlr. ſind gleich = 507 Schfl. Rocken.
- Die Erntekoſten betragen 765 Thlr.;
- hievon ¼ mit 192 »
- bleibt in Korn auszudruͤcken 573 Thlr.;
- 573 Thaler ſind gleich = 444 Schfl. Rocken.
- Der Betrag der allgemeinen Kulturkoſten iſt 1350 Thlr.;
- hievon ¼ in Geld 337 7 »
- der Reſt von 1013 Thlr.
- muß ebenfalls in Rocken angegeben werden und betraͤgt = 784 Schfl. Rocken.
Die vier genannten Ausgaben betragen zuſammen 2220 Schfl. Rocken und 747 Thlr. Zieht man dieſe Ausgabe von dem Rohertrage = 3930 Schfl. Rocken ab, ſo bleibt ein Ueberſchuß an Korn von 1710 Schfl. Rocken, wovon dann noch die Geldausgabe von 747 Thlr. abgezogen werden muß, um die reine Landrente zu finden. Da dieſer Abzug hier aber nicht wirklich geſchehen kann, ſo muß dies durch das Zeichen «÷» bloß angezeigt werden.
Die Landrente betraͤgt demnach 1710 S. R. ÷ 747 Thlr. Nachdem wir nun fuͤr die Groͤße der Landrente eine ſo einfache Formel gefunden haben, koͤnnen wir den Betrag der Landrente fuͤr jeden beliebigen Kornpreis in Geld angeben.
a) Fuͤr den Preis von 2 Thlr. fuͤr den Schfl. Rocken betraͤgt die Landrente 1710 Schfl. Rocken à 2 Thaler = 3420 Thlr. ÷ 747 Thlr. = 2673 Thlr.
b) Fuͤr den Preis von 1½ Thlr.
iſt die Landrente = 1710 × 1½ = 2565 — 747 = 1818 Thlr.
c) Fuͤr den Preis von 1 Thlr.
betraͤgt die Landrente 1710 à 1 = 1710 — 747 = 963 Thlr.
d) Fuͤr den Preis von ½ Thlr.
iſt die Landrente 1710 × ½ = 855 — 747 = 108 Thlr.
Es ergibt ſich hieraus, daß die Landrente in einem viel groͤßern Verhaͤltniſſe als die Kornpreiſe abnimmt. Die Landrente verſchwindet endlich gaͤnzlich, wenn 1710 Schfl. Rocken im Werth gleich 747 Thlr. ſind, und dies iſt der Fall, wenn der Scheffel Rocken 0,437 Thlr. oder 21 ßl. gilt.
Die Berechnung der Landrente fuͤr Boden von ver- ſchiedenen Graden der Fruchtbarkeit iſt nun in nachfolgender Ueberſicht zuſammengeſtellt.
Es zeigt ſich hier allgemein folgendes Geſetz:
Je mehr die Fruchtbarkeit des Bodens abnimmt, deſto koſtbarer wird die Erzeugung des Korns — und Boden von geringer Fruchtbarkeit kann nur bei hohen Getreidepreiſen angebauet werden.
Ehe wir weiter gehen, muͤſſen wir zuvor einen Blick auf das bisher beobachtete Verfahren zuruͤckwerfen, und fragen, ob aus den, von einem Stadpunkte aus, gemachten Beobachtungen, allgemein guͤltige Geſetze entwickelt werden koͤnnen.
Man kann und wird ſagen:
«Die Berechnungen uͤber die Koſten der Arbeit, uͤber «das Verhaͤltniß des rohen zum reinen Ertrag, moͤgen «mit noch ſo großer Genauigkeit aus der Wirklichkeit «entnommen ſeyn: ſo ſind ſie doch nur fuͤr den einen «Standpunkt, fuͤr dies eine Gut guͤltig. Schon auf dem «benachbarten Gute iſt alles anders: hier iſt nicht mehr «derſelbe Boden, hier ſind nicht mehr dieſelben Arbeiter. «Der Boden kann ſchwerer oder leichter zu bearbeiten «ſeyn, die Arbeiter koͤnnen mehr oder weniger thaͤtig und «kraͤftig ſeyn; der Boden ſelbſt erfordert alſo eine groͤßere «oder geringere Quantitaͤt Arbeit, und die Arbeit ſelbſt «kann nach Verſchiedenheit der arbeitenden Kraͤfte wohl- «feiler oder koſtbarer werden. Die von dem erſten Gute «entlehnten Berechnungen werden hier alſo nirgends genau «zutreffen, und die Richtigkeit derſelben iſt ganz an den «Ort gebunden, von dem ſie hervorgegangen ſind. Aus «dem, was nur an einem Orte und ſonſt nirgends guͤl- «tig iſt, koͤnnen aber auch keine allgemein guͤltigen Ge- «ſetze hervorgehen.»
Ich antworte hierauf:
Es iſt allerdings wahr, daß dieſe Berechnungen ſchon auf dem benachbarten Gute nicht mehr voͤllig zutreffen, vielweniger alſo noch auf ſehr entfernten Guͤtern, unter einem andern Himmelsſtrich, mit Arbeitern von einem andern Nationalcharakter. Aber ich frage: wird der Landwirth, der lange auf einem Gute gewohnt, und der durch die moͤglichſt genaue Beachtung aller gemachten Erfahrungen ſich eine genaue Kenntniß der Koſten und des Reinertrags des Landbaues verſchafft hat, — wird dieſer Landwirth, nach einem andern Gute verſetzt, von ſeinen auf dem erſten Gute erworbenen Kenntniſſen nun nichts mehr gebrauchen koͤnnen? Waͤre dies der Fall, ſo wuͤrde jeder Landwirth mit einer Ortsveraͤnderung ſeine Lehrjahre von Neuem beginnen muͤſſen, ehe er die Wirthſchaft zu fuͤhren verſtaͤnde, ſo koͤnnte keiner die Landwirthſchaft anders als an dem Orte, wo er kuͤnftig wohnen ſollte, erlernen. Dies kann und wird man nicht zugeben wollen. Alſo muß auch in den, an einem Orte erworbenen Kenntniſſen etwas liegen, was allgemein guͤltig und nicht an Zeit und Ort gebunden iſt. Und grade dies Allgemeinguͤltige iſt es, was wir hier zu erforſchen ſtreben.
In dem Vorhergehenden ſind hauptſaͤchlich drei Saͤtze ausgeſprochen, deren Allgemeinguͤltigkeit behauptet wird, und von deren Richtigkeit die Richtigkeit unſerer Unter- ſuchung abhaͤngig iſt, weshalb ich ſie hier zuſammenſtelle und wiederhole.
Erſter Satz. Der Werth des Getreides auf dem Gute ſelbſt nimmt ab mit der groͤßern Entfernung des Guts vom Marktplatze.
Je entfernter das Gut vom Marktplatze iſt, deſto groͤßer ſind die Transportkoſten des Getreides, folglich um ſo geringer der Werth deſſelben auf dem Gute ſelbſt.
Das Getreide hat eben ſo, wie jede andere Waare, gar keinen Werth, wenn ſich kein Konſument findet, der deſſen bedarf. In unſerm iſolirten Staat finden ſich fuͤr das Getreide, was mehr als zum eigenen Bedarf gebauet iſt, keine andere Konſumenten, als die Bewohner der Stadt. Wird nun aus ſo ſehr entfernten Gegenden Korn nach der Stadt gefahren, daß das Zugvieh waͤhrend der Reiſe die eine Haͤlfte der Ladung ſelbſt verzehrt, und nur die andere Haͤlfte zum Verkauf und zur Konſumtion nach der Stadt gelangt: ſo iſt es ſehr begreiflich, daß man auf dem Lande mit 2 Schfl. Rocken nicht mehr Geld erkaufen kann, als mit einem Scheffel in der Stadt.
Doch dieſer Satz bedarf vielleicht ſo wenig einer Erlaͤuterung als eines Beweiſes.
Zweiter Satz. Die Preiſe der Beduͤrfniſſe des Landwirths ſtehen nicht alle im Verhaͤltniß mit dem Kornpreiſe; oder die Koſten, die die Kultur des Bodens erfordert, koͤnnen in verſchiedenen Gegenden nicht mit einer und derſelben Quantitaͤt Getreide bezahlt werden.
Dieſer Satz geht aus dem erſten Satze hervor; denn eine Waare, die in der Stadt mit einem Schfl. Rocken in gleichem Preiſe ſteht, muß in der entfernten Gegend, wo der Rocken nur den halben Werth hat, im Preiſe gleich 2 Schfl. Rocken ſeyn, vorausgeſetzt, daß dieſe Waare nicht anders als aus der Stadt zu haben iſt.
Wir haben oben Salz und Metalle als Waaren von dieſer Gattung genannt; daſſelbe gilt vom Tuch und von andern Waaren, die nicht auf dem Lande fabrizirt werden koͤnnen.
Dies erſtreckt ſich aber auch auf die Beſoldungen und Honorare der hoͤhern Staͤnde. Der Arzt, der Beamte u. m. a. koͤnnen ihre Bildung nur in der Stadt erhalten; das Kapital, was ſie auf ihre Ausbildung verwandt haben, richtet ſich nach den Preiſen in der Stadt, und um dies Kapital wieder verguͤtet zu erhalten, duͤrfen ihre Arbeiten nicht im Verhaͤltniß des Rockenpreiſes der Gegend, wo ſie wohnen, bezahlt werden.
Dritter Satz. Von den mit der Produktion des Getreides verbundenen Koſten, ſteht ein Theil im Verhaͤltniß mit der Groͤße der beſtellten Flaͤche, ein anderer Theil mit der Groͤße der Ernten.
Zu jenem Theil habe ich die Ausſaat- und Beſtellungskoſten, zu dieſem die Erntekoſten und allgemeinen Kulturkoſten gerechnet.
Man kann die Richtigkeit der von mir gemachten Eintheilung in Zweifel ziehen; man kann ſagen, daß die Ausſaat und die Beſtellungskoſten nicht unveraͤndert bleiben, wenn der Ertrag von derſelben Flaͤche ſich aͤndert; daß ferner die Erntekoſten nicht gleich bleiben, wenn die- ſelbe Ernte von einer groͤßern oder geringern Flaͤche gewonnen wird. Aber nimmermehr wird man behaupten koͤnnen, daß die Arbeit des Pfluͤgens ſich nach der Groͤße der Ernte, oder daß das Einfahren des Getreides ſich ganz nach der Groͤße des Feldes richte. Wie man nun auch die von mir gewaͤhlte Eintheilung modifiziren mag, immer wird man darauf zuruͤckkommen, daß irgend ein Antheil der Arbeit der Groͤße des beſtellten Feldes, ein anderer der Groͤße der Ernte proportional ſey, und hierin liegt ſchon die Anerkennung des oben ausgeſprochenen Satzes.
Wenn nun Jemand ein anderes Gut — unter Verhaͤltniſſen, die denen des Guts T. nicht aͤhnlich ſind — zum Standpunkt ſeiner Betrachtung naͤhme, die Koſten der Arbeit, die Produktionskoſten des Getreides, die Landrente u. ſ. w. nach den aus der Wirklichkeit entnommenen Daten berechnete, und nun auf der Baſis der obigen Saͤtze und nach derſelben hier beobachteten Methode die Rechnung fortfuͤhrte und Folgerungen daraus zoͤge: ſo wuͤrde ſich aus der Vergleichung beider Unterſuchungen ergeben, daß die Rechnungen mit ganz verſchiedenen Zahlen gefuͤhrt waͤren; aber es wuͤrde ſich finden, daß in manchen Endreſultaten und Folgerungen, wenn dieſe in Worten ausgeſprochen werden, wieder eine voͤllige Uebereinſtimmung herrſche.
Was nun daſſelbe Verfahren, auf ein 3tes und 4tes Gut u. ſ. w. angewandt, als Gemeinſchaftliches, voͤllig Uebereinſtimmendes ergaͤbe, das wuͤrden wir als allgemeines Geſetz anerkennen muͤſſen: denn was, von jedem Standpunkt aus betrachtet, ſich immer gleich zeigt, das muß auch allgemeine, an Ort und Zeit nicht gebundene, Guͤltigkeit haben.
Wir koͤnnten mehrere in dieſer Schrift entwickelte Reſultate als Beiſpiele aufſtellen, wenn wir dieſe vorweg anfuͤhren duͤrften; aber wir koͤnnen uns auch ſchon auf das im Vorhergehenden dargeſtellte Geſetz, daß die Produktion des Getreides immer koſtbarer wird, je aͤrmer der Boden iſt, beziehen.
Dieſe Geſetze muͤſſen, gerade weil ſie allgemein ſind, in jeder Wirthſchaft, auf jedem Gute wirkſam ſeyn. Die Groͤße der Ernte, des Reinertrags u. ſ. w., iſt der ſichtbare Ausdruck dieſer Geſetze, modifizirt durch oͤrtliche Einwirkungen.
Wenn wir nun fuͤr einen einzelnen Standpunkt die Groͤßen, worin ſich die Natur ausſpricht, aus der Natur ſelbſt ſchoͤpfen (durchaus aber nicht willkuͤrlich annehmen) und nun mit Konſequenz aus den bekannten Groͤßen und den allgemeinen Grundſaͤtzen, Folgerungen und Reſultate ziehen: ſo koͤnnen wir demnach verſichert ſeyn, daß auch in dieſen — nur aus einem Standpunkt entnommenen — Reſultaten, ſich die allgemeinen Geſetze ausgeſprochen haben. Aber ſicherlich iſt nicht jedes gefundene Reſultat ein allgemeines Geſetz, ſondern manches iſt nur eine bloß oͤrtlich guͤltige Regel.
Da nun der Einzelne nicht im Stande iſt, die Unterſuchung von mehreren Standpunkten, viel weniger noch von jedem Standpunkt aus, anzuſtellen (wodurch nach Obigem das Allgemeinguͤltige von dem bloß Oertlichguͤltigen geſchieden wird): ſo iſt es ſehr wichtig, Merkmale aufzufinden, woran auch der einzelne Beobachter die Ge- ſetze von den oͤrtlichen Regeln unterſcheiden koͤnne.
Ein ſolches Huͤlfsmittel gewaͤhrt uns nun die Buch- ſtabenrechnung. Erlaubt naͤmlich die Natur des Gegen- ſtandes, daß man ſtatt der Zahlen, Buchſtaben ſetzt, und gibt dann die mit Buchſtaben durchgefuͤhrte Rechnung noch eben den Ausſpruch, den die Zahlen gaben: ſo iſt dieſer Ausſpruch ein allgemeines Geſetz und keine oͤrtliche Regel.
Als Beiſpiel, und um das Verfahren zu zeigen, wollen wir hier die Landrente und den Preis des Rockens, wobei die Landrente = 0 wird, durch eine allgemeine Formel darſtellen.
- Der Koͤrnerertrag ſey = x
- Der Rohertrag = ax Thaler
- Die Ausſaat koſte b »
- Die Beſtellungskoſten ſeyen = c »
Zwiſchen dem Rohertrage und den Koſten, die mit der Groͤße der Ernten im Verhaͤltniß ſtehen, naͤmlich den Erntekoſten und allgemeinen Kulturkoſten zuſammen, finde das Verhaͤltniß von 1 : q ſtatt, wo q dann ein Bruch ſeyn muß, weil dieſe Koſten nur einen Theil der Ernte, niemals aber die ganze Ernte, hinwegnehmen koͤnnen. Da nun 1 : q = ax : aqx, ſo iſt der Betrag der mit dem Rohertrage im Verhaͤltniß ſtehenden Koſten = aqx Thaler
Der Theil von den Arbeits- und allgemeinen Kulturkoſten, der in Geld angegeben werden muß, betrage p Theile; der, welcher in Korn ausgedruͤckt werden muß, iſt dann 1 — p Theile; wo p ein Bruch iſt. Der Werth des Rockens auf dem Gute ſelbſt ſey = h Thaler.
Die Ausgaben in Korn und Geld zugleich und zwar in dem Maße, wie jeder Theil darin enthalten iſt, ausgedruͤckt, gibt nun folgende Rechnung:
Der Zweck dieſer Rechnung war der, zu unterſuchen wie der vermehrte oder verminderte Koͤrnerertrag auf den Preis wirke, bei welchem die Landrente = 0 wird.
In der hier gefundenen Formel iſt aber, da x ſowohl im Zaͤhler als im Nenner vorkommt, noch nicht zu erkennen, ob der Preis fuͤr den Rocken hoͤher oder niedriger wird, wenn x, oder der Koͤrnerertrag, ſteigt. Wir muͤſ- ſen deshalb mit dieſer Formel einige Verwandlungen vornehmen.
Der Preis fuͤr ein Schfl. iſt = Thlr. alſo auch = Nun ſetzen wir aqx + c = z; wo z waͤchſt wenn x waͤchſt und umgekehrt. Alsdann iſt x = Dieſen Werth von x in obige Formel geſetzt, ergibt . Nun wird unſtreitig immer kleiner, je mehr z waͤchſt; je kleiner aber der negative Theil des Nenners wird, um ſo mehr waͤchſt der ganze Nenner. Da nun auch x waͤchſt wenn z groͤßer wird, und fuͤr ein wachſendes x der Nenner immer kleiner wird, waͤhrend der Zaͤhler unveraͤndert bleibt: ſo nimmt auch die Groͤße des Bruchs, wodurch der Preis des Rockens ausgedruͤckt iſt, immer mehr ab, je groͤßer x wird; und umgekehrt, je kleiner x wird, um ſo mehr waͤchſt der Preis des Rockens.
Das Geſetz, «je mehr die Fruchtbarkeit des Bodens abnimmt, um deſto koſtbarer wird die Erzeugung des Korns», iſt hiedurch nun ganz allgemein erwieſen.
In der That haͤtte es nicht der Muͤhe gelohnt, einen einfachen, ſchon bekannten Satz, der auch durch bloßes Raͤſonnement uͤberzeugend dargethan werden kann, durch eine ausfuͤhrliche Rechnung zu erweiſen, wenn es hier nicht zugleich Zweck geweſen waͤre, die Methode, wie der Beweis gefuͤhrt werden kann, zu zeigen, und die Geſichts punkte, wonach die folgenden Unterſuchungen zu betrachten ſind, ein fuͤr allemal feſtzuſtellen.
Aufgabe. Fuͤr ein Gut, deſſen Koͤrnerertrag = 8 iſt, die Landrente zu beſtimmen, wenn dies Gut x Meilen von der Stadt entfernt iſt.
Fuͤr 100000 □R. Ackerland iſt beim Ertrage von 8 Koͤrnern die Landrente = 1168 Schfl. Rocken ÷ 641 Thlr.
Der Scheffel Rocken hat nach §. 4. auf einem Gute, welches x Meilen von der Stadt entfernt liegt, den Werth von Thaler. Die Landrente iſt alſo gleich — 641 Thlr., = Thaler.
