§. 21. Dritter Kreis. Fruchtwechſelwirthſchaft.
Wir haben in §. 16. geſehen, daß die Ausfuͤhrbarkeit dieſes Wirthſchaftsſyſtems und die Ausdehnung in welcher daſſelbe betrieben werden kann, durch die Groͤße des Koͤrnerertrags und durch die Hoͤhe der Getreidepreiſe bedingt wird.
Wir haben fuͤr den iſolirten Staat den Getreidepreis in der Stadt zu 1½ Thlr. Gold fuͤr den Berliner Schfl. Rocken, und den Ertrag des Bodens fuͤr die ganze Ebene — mit Ausſchluß des erſten Kreiſes — uͤberall zu 8 Koͤrnern angenommen.
Unter dieſen Verhaͤltniſſen iſt aber der Werth des Bodens noch zu geringe, um eine große Ausdehnung der Fruchtwechſelwirthſchaft vortheilhaft zu machen.
Dieſe Wirthſchaftsart wird hier nur einen engen Kreis, und nur den nahe um die Hoͤfe liegenden Acker einnehmen.
Fuͤr eine groͤßere Dungkraft des Ackers und fuͤr hoͤ- here Getreidepreiſe wuͤrde ſich der Kreis ſelbſt erweitern, und dieſe Wirthſchaftsart wuͤrde ſich auf einen groͤßern Theil der Ackers jedes Guts ausdehnen 1.
